Lichtplanung und -Berechnung

Lichtberechnung

Bei der Berechnung des Lichtbedarfs orientieren wir uns unter anderem am Minergie-Standard und an der SIA-Norm  SIA 387/4.  Wenn erforderlich, unterstützen uns dabei  externe Fachplaner.
Mit der Simulation des Projektes, schaffen wir die Grundlage für Ihre Detailplanung.

Planungsvorgaben

Beleuchtungsstärken nach DIN EN 12464-1

Allgemein

Verkehrsflächen, Flure, Aufzüge

Büro

Arbeitsplatz

Technisches Zeichnen

Arbeitsstätten

Lagerflächen

Pausenräume

Industrielle und handwerkliche Tätigkeiten

Feine Maschinenarbeiten

Kontrolle

Büro, Labor, Arbeitsplätze mit  Gefährdungen

Qualitätskontrolle, Präzisionsarbeit

Wohnbereiche

Garderoben

Allgemeinbeleuchtung

Küche,
Hausarbeiten, Lesen, Schreiben

Bastelarbeiten, Zeichnen, Handarbeiten

Lux (Em)

100

 

500

750

 

100

100

200

500

750

500

1000-2000

 

10-50

50-300

500

300-1000

1000-2000

Ra

40

 

80

80

 

60

80

80

80

80

80

80

 

80

80

80
80

80

Definitionen und Normen

Lumen

Photometrische Einheit für den Lichtstrom, das Mass für die emittierte Helligkeit.
Wir unterscheiden:

  • die emittierte Helligkeit des LED-Chps
  • die emittierte Helligkeit des LED-Produktes unter der Berücksichtigung der Lichtabsorption durch Linsen usw.

Lux (lx)

Mass für die Lichtstärke, die auf einer bestimmten Fläche auftritt. 1lx = 1lm/m2

Farbtemperatur (CCT)

Mass für die Farbtemperatur (Weisstöne) sind die Kelvin. Die Abstufung unserer Produkte:

  • Warmweiss = 2700-3000K
  • Neutralweiss  = 4000-4500K
  • Tageslicht  = 6500-6500K

Abweichende Farbtemperaturen sind bei gewissen Produkten auf Anfrage erhältlich.

Leistungsfaktor (PF)

Der PF ergibt sich aus dem Unterschied zwischen Scheinleistung und Wirkleistung (Blindstrom).
Gut ist ein möglichst hoher PF, nahe bei 1.

Mit einem hohen PF wird vermieden, dass zusätzliche Energieverluste in der Leitung durch den Blindstrom-Anteil entstehen. Darum verlangen Energieversorger einen ausreichend hohen PF.

Für Beleuchtungseinrichtungen mit >25W verlangt das Gesetz (EN 61000-3- 2) eine aktive Leistungsfaktor-Korrektur  Damit wird ein PF von ≥0.95 erreicht. Für Beleuchtungseinrichtungen mit <25W schreibt das Gesetz (vorderhand) keine Korrektur vor.

Farbwiedergabeindex (Ra)

Je näher das emittierte Lichtspektrum einer künstlichen Lichtquelle an das natürliche Licht kommt, desto höher ist der Farbwiedergabeindex.

Licht mit hohem Farbwiedergabeindex empfinden wir als wohltuend und nicht ermüdend. Das ist sowohl in Wohnräumen als auch am Arbeitsort ein Thema.

LED-Quellen mit hohem Farbwiedergabeindex sind in er Regel in der Anschaffung teurer als solche mit tiefem. Hochpreisige LED-Chips mit nahezu natürlichem Lichtspektrum erreichen einen Farbwiedergabeindex von ≥0.95. Vorschrift für Wohn- und Arbeitsbereiche ist heute generell ≥Ra80.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gamut Area Index (GAI)

Sättigung, Lebhaftigkeit, Brillanz oder Natürlichkeit eines beleuchteten Objektes werden durch Farbräume bestimmt. Die Referenz dafür ist der GAI. Architekten und Lichtexperten empfehlen heute für Wohn- und Arbeitsräume eine Beleuchtung mit CRI ≥85 und einem  GAI von 80-100.

Definition Nutzlebensdauer(LXXBXX)

L steht für den Lichtstromerhalt
B steht für die  Ausfallrate

So bedeutet die Angabe der Nutzlebensdauer von X Stunden bei L70B50  beispielsweise,  dass nach X Stunden der Lichtstrom noch mindestens 70% des anfänglichen Lichtstromes betragen muss und die Ausfallrate einer Serie eines Produktes dabei nicht höher als 50% sein darf.

Spektrum Ra90

450     500     550     600     650    700     750  (nm)